StudioKO München | Boxen trifft auf Zirkeltraining

Vergangene Woche konnten wir das neue StudioKO München testen und das „Box Fit“ Training live miterleben.

Boxen wird gerade bei uns in Deutschland immer noch mit zwielichtigen Gestalten und dubiosen Machenschaften assoziiert. Zu einem gewissen Teil mag dies auf einen Bereich der Boxszene zu treffen, doch mit der eigentlichen Sportart per se hat dies wenig bis gar nix zu tun. Außerdem ist Boxen keineswegs nur eine reine Möglichkeit sich gegenseitig die Nase zu brechen, sondern vielmehr ein effizientes Ganzkörpertraining.

Deshalb gibt es derzeit einige Initiativen in Deutschland, welche die Vorteile des Sports der Breite an Sportlern näher bringen wollen. Als für uns die Einladung zum Probetraining im neuen StudioKO München kam, zweifelten wir keine Sekunde. Denn selbst ruht unsere sportliche Vergangenheit auf einigen Kampfsport inkl. Kickboxen, Nie auf Wettkampfniveau aber schon unter ambitionierten Fitness-Gesichtspunkten. So war es eine tolle, sportliche Abwechslung endlich mal wieder Hanteln gegen Handschuhe zu tauschen und den Puls auf 280 zu treiben.

Das neue Studio liegt etwas versteckt in München / Nymphenburg im Untergeschoss des Lagree Studios. Wer sich erinnert – dort holten wir uns den Muskelkater unseres Lebens. Doch zum Glück konnten wir den Trainingsbereich schnell hinter uns lassen und stiegen in den Boxraum hinunter. Der kleine, unscheinbare Raum verfügt neben zahlreichen Boxsäcken in allen Farben und Formen über das nötige Equipment für ein anstrengendes und schweißtreibendes Zirkeltraining.

Coach Tim gab anfangs eine kurze Einweisung in den Ablauf des 50-minütigen Trainings sowie dem Winkeln der Bandagen. Gerade für komplette Anfänger stellen die Handbandagen doch eine größere Herausforderung dar. Doch als dieses Hindernis gemeistert war, ging es direkt los. Ein kurzes Warm-Up und schon folgten die wichtigsten Boxtechniken. Sicherlich kann man die Technik nicht perfekt in 5 Minuten lernen, doch für die ersten Übungen und einen Puls jenseits der Ruhezeit reicht es vollkommen aus.

So ging es direkt danach los. Zu Zweit stand man am Sandsack und musste 30 Sekunden lang alles geben und dem Sack so richtig einheizen. Dabei wurde immer wieder die Technik gewechselt, so dass man verschiedene Schlagkombinationen übte und erprobte. Für Seflies blieb keine Zeit, denn die 30 Sekunden Pause zwischen den eigenen Runden vergingen schneller als man sich wünschte und so blieb man gefühlt immer auf Anschlag.

Nach ca. 20 Minuten hieß es dann Bandagen und Handschuhe aus, kurz etwas Wasser trinken und direkt weiter in den zweiten Teil – das Zirkeltraining. War man schon ordentlich Schweißgetränkt und „gut durch“ wurde es nun richtig knackig. 4 Station (Step-Ups, Smash Ball, Mountainclimbers, Burpee Spike) wurden in drei Runden durchlaufen. Erst im 40-10 Rhythmus (40 Sekunden Belastung, 10 Sekunden Pause) für zwei Runden und 30-10 in der letzten Runde. Danach war man stehend KO (passt irgendwie zum Studioname)… Doch Schluss war noch lange nicht. Denn es folgte der Cool Down. Um wirklich das aller-aller-aller-[..]-letzte aus seinen Muskel rauszuholen ging es nun noch mal in den Plank oder den Sit-Up. Halten, quälen, fertig. Alter! Man merkt einfach das Coach Tim Ahnung und Erfahrung kombiniert und somit keine Minute vergeudet und jeder an sein ganz individuelles Limit gebracht wird.

50 Minuten scheinen auf den ersten Blick nicht viel, denn in der Regel sind das lockere 10 KM beim laufen oder eine nette Session im Fitnessstudio. Aber 50 Minuten im StudioKO sind enorm. Länger dürfte es nicht mehr dauern, denn sonst müsste draußen der Notarzt mit dem Sauerstoffzelt warten.

Aber Spaß beiseite. Für uns ist StudioKO München ein tolles Workout, welches gerade nach einem langen Tag am PC oder im Büro gut tut. 50 Minuten hat jeder Mensch abends Zeit und kann diese in seine Fitness & Gesundheit investieren. Wir kommen definitiv wieder (diesmal versprochen!) und können es nur wärmstens empfehlen. Also los!

Boxhandschuhe und Bandagen kann mich sich übrigens vor Ort direkt leihen/kaufen.

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