Überfüllte Hotspots oder authentische Alternativen? Neue Daten von GetYourGuide, der führenden Plattform für exklusive Reiseerlebnisse, zeigen: Deutsche Reisende haben keine Lust mehr auf überlaufene Hotspots.
Der Trend für 2026 heißt „Destination Dupes“. Das Prinzip: Bekannte Klassiker links liegen lassen und stattdessen Orte entdecken, die genauso viel Charme versprühen, aber authentischer, entspannter und oft deutlich günstiger sind.
Es geht um den Reiz des Unverfälschten und das Privileg, Orte noch in ihrer ursprünglichen Form zu erleben. Die Daten unterstreichen diesen Trend:
- Budget-Smart: Über ein Drittel der Deutschen (36 Prozent) wählt die Alternative, wenn der Geldbeutel geschont wird.
- Anti-Overtourism: Wir wollen keine Kulissen, sondern echtes Leben. Mehr als 20 Prozent entscheiden sich bewusst gegen Massentourismus.
- The Story matters: Wer will schon die gleiche Geschichte wie alle anderen erzählen?
Ein „Hidden Gem“ bietet die besseren Anekdoten, finden 32 Prozent der Befragten. Die Ergebnisse verdeutlichen: Neben dem Preis rücken Entdeckergeist, Authentizität und verantwortungsbewusstes Reisen zunehmend in den Fokus. Wir verabschieden uns vom klassischen „Abhaken“ von Sehenswürdigkeiten. Ob Street-Food-Touren mit Locals, Workshops in traditionellen Handwerksbetrieben oder Deep-Dives in die lokale Geschichte: Reisen wird langsamer, persönlicher und intensiver.
Beispiel Italien: Besonders deutlich ist dieser Wandel in Italien. „Viele Touristen kennen Italien nur für Rom oder die Amalfiküste, aber Reisende entdecken zunehmend neue Must-Visit ‚Destination Dupes‘ wie Lecce oder Matera“, sagt Francesca De Falco, Regional Manager Italy bei GetYourGuide. „Unsere Daten bestätigen den Trend: Mehr als die Hälfte der italienischen Gemeinden, in denen GetYourGuide-Reisende Erlebnisse buchen, haben weniger als 10.000 Einwohner. Das sind gute Nachrichten für alle. Reisende bekommen Authentizität ohne die Menschenmassen, und lokale Gemeinschaften profitieren direkt vom wirtschaftlichen Aufschwung durch den Tourismus.“
Diese Destination Dupes empfiehlt GetYourGuide 2026
- Lecce, Italien: Das „Rom des Südens“ besticht durch barocke Eleganz und prachtvolle Architektur, bietet jedoch einen deutlich intimeren Rahmen als die Hauptstadt.
- Matera, Italien: Mit ihren berühmten Höhlenwohnungen und der süditalienischen Gelassenheit ist die Stadt eine geschichtsträchtige und entspannte Alternative zu Neapel.
- Fès, Marokko: Wer das ursprüngliche Marokko sucht, findet in den lebendigen Souks von Fès eine authentische Alternative zum oft überlaufenen Marrakesch.
- Philadelphia, USA: Die Stadt kombiniert historisches Flair mit einer erstklassigen Kunst- und Kulinarikszene und ist damit eine charmante Option für alle, die New York bereits kennen.
- Medellín, Kolumbien: Bekannt für ihr ganzjährig mildes Klima und eine pulsierende Urbanität, bietet Medellín ein spannendes Pendant zu Metropolen wie Barcelona oder San Francisco.
- Antigua, Guatemala: Spanische Kolonialarchitektur vor einem beeindruckenden Vulkanpanorama schafft eine Atmosphäre, die Reisende sonst in Cusco oder Oaxaca suchen.
- Siem Reap, Kambodscha: Die monumentalen Tempelanlagen und archäologischen Schätze machen die Stadt zu einer faszinierenden Alternative zu klassischen Zielen wie Athen oder Kairo.
- Hoi An, Vietnam: Mit ihrer laternenbeleuchteten Altstadt und dem traditionellen Handwerk bietet die Stadt eine malerische Atmosphäre ähnlich wie Kyoto, jedoch mit ganz eigenem vietnamesischem Charakter.
Reisen 2026: bewusster, nachhaltiger, persönlicher „Destination Dupes“ sind mehr als ein kurzfristiger Trend – sie markieren einen Wendepunkt. 2026 ist das Jahr, in dem Reisende den Mut haben, die ausgetretenen Pfade zu verlassen. Wer sich für die unbekanntere Alternative entscheidet, tauscht Warteschlangen gegen echte Begegnungen und gewinnt am Ende genau das, wonach alle suchen: eine Geschichte, die wirklich hängen bleibt.
Hinweise zur Studie und zur Stichprobe Die Daten stammen aus einer von GetYourGuide in Auftrag gegebenen Umfrage, die von Toluna im Oktober 2025 unter jeweils 1.000 Reisenden in Deutschland, Frankreich, Großbritannien und den USA durchgeführt wurde.