Unmenschliche Arbeitsbedingungen bei JD Sports?

Seit einigen Tagen sorgt eine Reportage aus Großbritannien für Aufsehen, in welcher dem Sporthändler JD Sports teils unmenschliche Arbeitsbedingungen vorgeworfen werden.

JD Sports ist in der Sneakerszene eigentlich ein guter und anerkannter Name. Der Sporthändler aus Großbritannien, welcher mittlerweile auch bei uns in Deutschland lokal sowie online vertreten ist, überzeugt durch eine große Auswahl an Schuhen und Bekleidung sowie teilweise sehr exklusiven Colorways. Doch anscheinend ist nicht alles Gold was glänzt. Denn laut einer Undercover-Reportage (man kann von diesem Format halten was man will) sind die Arbeitsbedingungen im größten Warenlager in UK fast schon unmenschlich. So wird angeblich nicht nur unter dem Mindestlohn gezahlt, sondern die Arbeiter und Arbeiterinnen auch konstant angetrieben und bei kleinen Verschnaufpausen im Sitzen sofort mit der Kündigung gedroht. Außerdem werden Angestellte nach drei Abmahnungen, welche im Video teilweise komplett sinnlos erscheinen, gefeuert – und tägliche Kontrolle gehören zum Arbeitsalltag.

Channel4 sammelte diese Ergebnisse während einer Undercover-Reportage im JD Sports Warenlager in Rochdale. Das Zentrallager versorgt angeblich alle JD Sports Stores in UK sowie anderen Ländern und ist gleichzeitig für den Online-Versand zuständig. Dort arbeiten 1.500 Leuten 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche. Denn JD Sports betreibt in Europa über 800 Stores – und diese müssen beliefert werden.

Auf der Seite von Channel4, welche immer wieder aktualisiert wird, findet sich neben den Videos auch ein Statement von JD Sports. Dort wird aber leider keine Besserung gelobt, sondern vielmehr die Reportage hinterfragt. Sicherlich nicht die smarteste Herangehensweise.

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