uvex g.gl 3000 TO Snowboardbrille im Test

Mit der neuen uvex g.gl 3000 TO Snowboardbrille wechselt man in wenigen Sekunden von einer Schönwetter- zur Schlechtwetterbrille.

Wer kennt es als Wintersportler nicht? Kaum ist man losgefahren ziehen Wolken auf und die Sicht verwandelt sich von super gut zu miserabel. Entweder hat man genau in diesem Moment keine Alternativbrille dabei oder der Glaswechsel dauert bei widrigen Bedingungen gefühlte Stunden, wobei die Finger zusätzlich noch abfrieren. Abhilfe soll die simple aber geniale uvex Wechselscheiben Technologie schaffen, mit welcher man wirklich in Sekunden das Glas wechseln kann. Wir waren auf der ISPO begeistert von der Idee und haben die Brille mit auf die Piste genommen – und hatten genau das passende Wetter: Schneechaos, Nullsicht und eisiger Wind – gefolgt von Sonnepur. Also ran an die Brille und los.

Die zylindrischen Scheiben der Brille lassen sich dank der integrierten Wechselscheibentechnologie mit einem Handgriff ganz einfach austauschen. Die verspiegelte Take Off Scheibe haftet an unsichtbaren Minimagneten, die im Rahmen verbaut sind. Sie ist sehr leicht anzubringen und lässt sich dank einer handlichen Lasche auch mit Handschuhen gut bedienen. Im Vergleich zum Vorgängermodell bietet die uvex g.gl 3000 TO mit nahezu rahmenlosem Design ein noch größeres Sichtfeld. Für besonderen Komfort sorgt der biegsame Rahmen mit flexiblen Scheiben und direct frame ventilation. Somit wirkt die Brille aber auf dem Kopf extrem groß, gerade wenn man es gewohnt ist Brillen mit einem klassischen Rahmen zu tragen. So war es optisch zumindest erstmal ungewohnt, doch sobald man die Brille mit einem Helm kombiniert sieht es schon wieder besser aus.

Der Wechsel der Scheiben ist wirklich kinderleicht. Man kann problemlos auf der Piste oder im Lift die obere Scheibe abziehen und sie in die mitgelieferte Tasche stecken. Das Abziehen klappt auch mit Handschuhen, nur beim Einpacken in die Tasche muss man auf die Handschuhe leider verzichten – man kann sie aber natürlich auch alternativ lagern und sich so die kalten Finger sparen. Auch das erneute Anbringen der äußeren Scheibe ist kinderleicht. Die Magneten halten das Glas richtig gut fest und mit etwas Übung bringt man die Scheibe auch 100% korrekt an. Die ersten paar Versuche muss man ggfs. etwas nachjustieren, da das Glas nicht komplett an den Ecken und Kanten sitzt, doch danach sitzt alles perfekt.

Der Sitz ist natürlich – wie auch bei Helmen – immer von der Gesichtsform abhängig. Jedes Gesicht ist anders und somit ist auch der Fit immer eine invidiuelle Beurteilung. Bei uns war es so, dass die Brille einmal perfekt saß und einmal leicht auf der Nase drückte, was aber nicht schlimm war. Im Gesamteindruck war der Sitz aber wirklich gut, nix wackelte und auch Sturm und Schnee konnten ihr nix anhaben – selbst kleine Stürze brachten die Magnete nicht an ihre Grenzen. Beim Sichttest war es am Testwochenende extrem hart, denn auf über 3.000m sorgte eine Kombination aus eiskalten Temperaturen (-15° und weniger), frischem Schnee, starken Winden (ca. 50 Km/h) und Nebel für quasi Nullsicht. Somit kam natürlich das Schlechtwetterglas an seine Grenzen und darüber hinaus. Leider war die Sicht und vor allem der Kontrast nicht optimal, Konturen im Schnee wurden leider nur schlecht dargestellt. Auch eine Umstellung auf das Schönwetterglas brachte keine Besserung, obwohl hier die Hoffnung bestand das die erhöhte Helligkeit mehr Kontrast bietet.

Nach Auflockerung der Wolkendecke und einer Besserung der Bedingungen war die uvex g.gl 3000 TO wieder in ihrem Element. Bei leichter Bewölkung ist das Schlechtwetterglas super und bei strahlendem Sonnenschein das Schönwetterglas ideal. Nur eben bei extremen Bedingungen am Limit könnte die Brille noch mehr leisten. Dennoch ist sie als Allrounder definitiv für alle Hobby-Wintersportler geeignet.

Erhältlich ist die Brille in zahlreichen tollen Colorways direkt online.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.