Suunto 7 im Test

Die neue Suunto 7 verspricht eine gelungene Kombination aus GPS-Sportuhr und Smartwatch – doch hält sie, was sie verspricht?

Wir sind seit Jahren selbst große Suunto Fans und mit der noch aktuellen Suunto 9 überall unterwegs. Doch das Modell ist eine reine Sportuhr und dafür perfekt. Mit der neuen Suunto 7 verspricht der finnische Hersteller aber nun eine Uhr für Sport und Alltag, welche alle Anforderungen an eine GPS-Sportuhr sowie eine Smartwatch erfüllen soll. Die Erwartungen sind natürlich extrem hoch, da Suunto bis dato immer für Qualität stand. Die Hauptmerkmale der neuen Uhr sind:

  • Ein Sporterlebnis mit mehr als 70 Sportmodi von Laufen und Radfahren bis hin zu Skifahren und Surfen, mit genauer Trainingsaufzeichnung, Musiksteuerung auf der Uhr und Zugang zur Suunto App für detaillierte Trainingserkenntnisse, mit bis zu 12 Stunden Batterielaufzeit im Modus mit laufender GPS-Aufzeichnung.
  • Offline-Outdoor-Karten mit integrierten Suunto Heatmaps für 15 Aktivitäten ermöglichen den Benutzern immer ihren Weg zu finden und die besten Trainingsrouten zu kennen, auch wenn das Telefon zu Hause geblieben ist oder keine Netzwerkverbindung verfügbar ist.
  • Das Wear OS von Google macht den Alltag mit Google Fit, Google Assistant, Google Pay und Tausenden in Google Play zur Verfügung stehenden Apps leichter. Und bei Bedarf können tägliche Funktionen wie Benachrichtigungen, Kalenderaktualisierungen und Wetterdaten abgerufen werden.
  • Abenteuersicheres Design, dessen Stoßfestigkeit, Wasser- und Staubdichte in Finnland getestet wurde.

Optisch wirkt die Uhr auf den ersten Blick wie eine klassische Suunto. Unser Testmodell in „Graphite Copper“ wirkt im Online-Shop von den Farben lauter als sie in Wirklichkeit ist. Sie passt farblich zu jedem Anlass – egal ob Büro oder Laufoutfit, ist nicht zu groß am Handgelenk und eher dezent. Brilliant ist im wahrsten Sinne des Wortes das neue AMOLED Display. Bis dato haben wir noch keine Uhr gesehen, welche diese Schärfe auf solch kleinem Display darstellt. Der echte Wahsinn. Über einen Knopf rechts oben kommt man aus dem Hauptmenü in den Suunto Sportmodus und kann hier, wie man es von anderen Modellen gewohnt ist, sein Workout auswählen und wie gewohnt tracken. Danach kann man es in der Suunto App auswerten oder über Apps von Drittanbietern mit seinen Freunden und Followern teilen. Gewohnt gut. Neu im Sportbereich sind die Offline-Karten, sodass man während des Trainings nicht auf eine Internetverbindung angewiesen ist und immer weiß wo es lang geht. Sog. Heat-Maps zeigen wo andere Sportler unterwegs waren und geben somit Hinweise auf optimale Strecken, oder eben auch Strecken abseits der Massen. Über eine W-Lan Verbindung in der Uhr lädt diese automatische Updates immer runter wenn sie im Internet ist, sodass man für das kommende Training jederzeit die neuesten Karten und Software parat hat. Neu hingegen ist der Bereich der „Smartwatch“-Funktionalitäten, welche über Wear OS von Google abgedeckt wird. Erst muss man sich bei der App mit seinem Google Account anmelden und danach die Suunto 7 mit dem Account auf der App verbinden. Das hat bei uns problemlos in 5-6 Minuten geklappt. Danach ist man mit allen Funktionalitäten von Google ausgestattet: Google Fit, Google Pay, man kann Nachrichten lesen, Anrufe entgegennehmen, Termine und To-Do Listen ansehen und den Alltag einfach managen.

Die neuen Funktionalitäten, das hochauflösende Display und die ständige Internetverbindung wirken sich natürlich auf die Akkulaufzei aus. Suunto selbst spricht hier von: „Die Batterie der Suunto 7 reicht für die ganztägige Verwendung als Smartwatch und dann hat die Uhr immer noch genug Saft für dein tägliches Workout übrig. Alternativ kann sie auch bis zu 48 Stunden als Smartwatch oder bis zu 12 Stunden im GPS-Tracking-Modus genutzt werden“. Gerade im GPS-Sportmodus kommt der Akku aber schnell an seine Grenzen. Per Default ist z.B. das Display im Sportmodus – egal ob Laufen oder Workout – nicht immer an, wie z.B. bei der Suunto 9. Dies muss man als User erst einstellen aber gerade bei Laufeinheiten ist uns ein stetiger Blick auf den Puls wichtig. Doch gerade hier offenbart sich – noch – eine Schwachstelle. Bei einem Lauf von ca. einer Stunde frisst das Display in Kombination mit GPS locker 70% des Akkus und mehr. Sommit muss man danach direkt wieder aufladen, was nicht immer praktikabel ist. Gerade als Suunto 9 User ist dies ungewohnt, da dieses Modell trotz Workouts etliche Tage durchhält.

Was bleibt am Ende? Die Sportfunktionen sind gemäß den Suunto Standards gewohnt hochwertig und funktionierten bei uns einwandfrei. Die Uhr selber wirkt optisch sehr elegant und das AMOLED Display ist einfach der Wahnsinn. Die Smartwatch-Funktionalitäten sind aktuell auf Google Wear OS beschränkt, was sicherlich nicht alle Nutzergruppen abdeckt. Für Google User sind die Funktionen aber klar und gut nutzbar, ob man dies auf einer Sportuhr allerdings braucht sei dahingestellt. Einen Minuspunkt gibt es für die Akkulaufzeit, welche unter all den technischen Neuerungen einfach leidet. So ist es gerade für ambitionierte Sportler mit längeren Läufen, Touren oder Workouts nicht ohne Aufladen nutzbar. Doch dies kann sicherlich in Zukunft durch Software-Updates hoffentlich behoben werden.

Erhältlich ist die Suunto 7 online oder z.B. im Fachhandel.

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