kolektif berlin bike 2019 | Recap

Die erste kolektif berlin bike fair ist Geschichte – und was für eine!

Copyright: Michael Salens

Die erste kolektif berlin bike fair ist Geschichte – und was für eine: Kaum Vorbereitungszeit, unzählige Stunden Arbeit, wenig Schlaf, dafür aber 1.000 Prozent Euphorie und Vorfreude. All das hat sich gelohnt. 80 Aussteller aus ganz Europa waren nach Berlin gereist, um den Besucherinnen und Besuchern von Freitag bis Sonntag im Motorwerk ihre Neuheiten rund ums Fahrrad für 2019 zu präsentieren.

Insgesamt besuchten von Freitag bis Sonntag rund 5.000 fahrradbegeisterte Menschen das Motorwerk in Berlin Weißensee, genossen die gechillte und familiäre Atmosphäre unter Lichterketten und mit entspannten Beats, ließen sich von den unterschiedlichen Ausstellern ihre Neuheiten vorführen, testeten neue Bikes, E-Bikes oder Lastenräder, nahmen an den Workshops und Rennen teil, lauschten Vorträgen, schauten sich Exponate verschiedener Künstler an oder ließen es sich einfach in der Chillout-Zone bei Cappuccino, Bier, frisch belegten Bagels oder Kuchen gutgehen.

Copyright: Michael Salens

„Unsere Erwartungen wurden mehr als übertroffen. Was für ein unfassbarer Start war das bitte?“, kann kolektif-Veranstalter Ingo Engelhardt das Erlebte kaum fassen. „Geht’s noch besser, als alle Menschen, die das Thema Fahrrad vereint, hier in so geiler Atmosphäre unter einem Dach zu haben? Hier können sie sich neue Bikes samt dem ganzen Cyclingstuff ansehen und ausprobieren, sich austauschen, labern und abhängen und einfach eine geile Zeit miteinander haben. Ob wir im nächsten Jahr weitermachen, werden wir entscheiden, sobald wir das gesammelte Feedback der Aussteller haben, aber cool wäre es natürlich schon“, so Engelhardt weiter. Bei den Ausstellern, die auf den knapp 1.000 Quadratmetern über zwei Ebenen ihre vielfältigen Produkte präsentierten, handelte es sich um einen bunten Mix aus kleinen lokalen Rahmenbauern, Bike- und Streetfashionlabels, Fahrrad-Initiativen und Künstlern sowie großen, bekannten Herstellermarken der Bike- und E-Bikeszene. Vom Bikelaunch, über die Präsentation technischer Innovationen für den Radsportbereich, bis hin zur Vorstellung neuer Kollektionen im Bikefashion oder Streetfashionbereich, es war alles dabei. Nicht nur die Aussteller waren bunt gemischt, auch beim Publikum handelte es sich um einen vielfältigen Mix von Jung und Alt, von hip, über sportlich bis konservativ, mit Kind, Hund und Kegel. Die engagierten Aussteller und die einladende Atmosphäre sorgten für entspannte Gespräche und gute Kontakte rund ums Rad. Den Besuchern gefiel besonders die überschaubare Größe und dass sie alles ansehen und anfassen konnten. “Viele Fahrräder, wie beispielsweise die Bikes von Canyon oder Rose, kann man sich sonst nur im Netz ansehen. Da ist es schon toll, sie mal live zu sehen, selbst in den Sattel zu steigen und sie zu fahren“, so ein Besucher der Messe.

Copyright: Yunus Hutterer

Angesagte kleine Start-Ups und Bikewear- oder Streetwear-Fashionlabel aus ganz Europa waren ebenso zugegen, wie alteingesessene Big Player der Fahrradszene wie Canyon Bikes, Oakley oder Dextro Energy. Unter anderem wurden folgende Neuheiten vorgestellt.
Canyon Bicycles präsentierte sein neues Gravelbike GRAIL AL, ein Vollaluminiumrad perfekt geeignet für Travelling und lange Touren.
ROSE Bikes launchte das CPTL, ein neuentwickeltes Urban Bike aus Carbon in limitierter Auflage.
• Carmela aus Spanien präsentierte das leichteste Urban City E-Bike der Branche mit gerade einmal 15kg.
• Der Brillenhersteller Oakley legte seinen Schwerpunkt auf die Präsentation der neuen PRIZM
Technologie für maximalen Kontrast und Verbesserte Sichtbarkeit. Es standen verschiedenste Modelle
zur Auswahl, die ausprobiert werden konnten.
• Die Firma STAGES Cycling präsentierte sein neuartiges Powermeter der dritten Generation, einen
Leistungsmesser, der die Tretkraft direkt am Rad misst.
• Das Eco-Label freh.berlin stellte handmade Cycling Mode für Kinder zur Schau.
• Künstlerin Juliane Borths verschönerte unter ihrem Künstlernamen @Idrawonbikes Bikerahmen und
Zubehörteile mit ihrer Kunst.
• fidlock präsentierte eine neuartige Form der Trinkflaschenbefestigung am Rad. Nicht mehr mit
klassischer Halterung, sondern mit Magneten.
• Iriedaily, ein klassisches Berliner Street-Fashionlabel, präsentiert zum ersten Mal einen eigenen
Fahrradhelm.
• Uvm.

Copyright: Yunus Hutterer

Die bunte Mischung der kolektif wurde komplettiert durch verschiedene Künstler und deren Ausstellungen. Wem das nicht reichte, der konnte einem der Vorträge lauschen, einen der Workshops besuchen, am Cargobike Race, einem Lastenradrennen, teilnehmen, sich eine Yoga-Auszeit gönnen oder eine der zahlreichen Ausfahrten mitmachen. Alles in allem ein abwechslungsreicher und spannender Mix für das Publikum. „Nachdem wir mit unserem Event „RAD RACE Last Man Standing“ fünf Jahre lang ein wichtiger Teil der Berliner Fahrradschau gewesen sind, hat uns das Aus der Fahrradschau echt betroffen gemacht. Wir sind fassungslos, dass so was Cooles einfach so sterben kann“, kommentierte Ingo Engelhardt, Geschäftsführer von RAD RACE das Aus nach zehn Jahren Fahrradschau. „Wir haben dann unser Herz in die Hand genommen und über die RAD RACE Social Media Channels Ende Dezember verkündet, dass wir selber eine Messe machen, wenn wir die Locationkosten durch genügend Aussteller zusammenkriegen. Ein paar Tage später hatten wir das Geld zusammen,“ erklärt Engelhardt die Entstehung der Idee einer eigenen Messe weiter. Nachdem mit dem Motorwerk dann noch eine großartige Location gefunden werden konnte, ging es an die konkrete Planung.

Und wie heißt es so schön: Nach dem Event ist vor dem Event.

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