Theragun G3PRO Test

Was kann die so gehypte Theragun G3PRO wirklich?

Seit wenigen Monaten erobert das Unternehmen Theragun mit ihren Vibrationsmassageräten auch den deutschen Markt. Angetrieben durch den anhaltenden Sport-Hype, ausgewählte Influencer und Sportprofis aus den USA ist das spannende Gerät dabei schon seit Jahren im Fokus vieler Athleten und Hobbysportler. Wir hatten nun die Chance die Top-Variante Theragun G3PRO ausgiebig zu testen.

Der erste Eindruck
Die Theragun wird in einer hochwertigen Verpackung geliefert. Dort findet man neben dem Ladegerät sowie einem kleinen Beutel mit den unterschiedlichen Aufsätzen auch einen extrem stabil wirkenden Koffer. Dort findet man neben der Theragun selbst auch noch die beiden mitgelieferten Akkus. Auf den ersten Blick wirken alle Teile sehr hochwertig und gut verarbeitet. Die „Gun“ selbst liegt gut in der Hand, die Aufsätze lassen sich leicht austauschen und die Akkus werden wie bei einem echten Gewehr von unten nachgeladen.

Der Test
Da wir gerade mitten im Sportsommer 2019 stecken, war die Theragun G3Pro ein echter Segen. Egal ob Obstacle Race, Fitnessstudio-Session, Wanderung in den Bergen oder Radtour um den See – nach jeder Belastung gibt es doch die ein oder andere Stelle die zwickt. Wo man sich früher auf die Blackroll lag kam in unserem Testzeitraum die Gun zum Einsatz.

Sie ist in wenigen Sekunden einsatzbereit, in dem man einfach den richtigen Aufsatz wählt, den Kopf in den richtigen Winkel einstellt und die Stufe (Niedrig oder Hoch) wählt. Dann wird langsam über die Schmerzstelle massiert, ohne dabei künstlich Druck auszuüben. Ähnlich einer Faszienrolle sollen hier Verklebungen gelöst werden, so kann es natürlich an stark beanspruchten Stellen anfangs schon sehr schmerzhaft sein. Einige Stellen, natürlich hauptsächlich auf der vorderen Körperseite, lassen sich auch selbst ganz gut massieren. Laut App kann man sich auch selbst Schultern und Rücken massieren, doch gerade nach einem harten Training fällt das Gewicht der G3PRO schon negativ ins Gewicht. Hier ist es deutlich einfach wenn ein Partner bzw. eine Partnerin die Behandlung übernimmt, da man sich so auch selbst in eine entspannter Position begeben kann.

Für die meisten Zonen reicht die niedrige Schlagzahl aus, lieber wechselt man von einem weichen auf einen härteren Aufsatz. Die Vollgas-Stufe ist wirklich nur für geübte Athleten, da die Theragun hier wirklich Gas gibt, es wirklich unangenehm werden kann und der Akku auch extrem schnell nachlässt.

Die App
Zusätzlich zum Gerät kann man sich kostenlos eine Mobile App runterladen. Nach der Registrierung kann man sich dort nach Körperregion die richtigen Anleitungen zur Behandlung samt passendem Aufsatz wählen. Die konkreten Schritte sind dabei dann wirklich idiotischer präsentiert, sodass der Laie problemlos loslegen kann. Die Aufsätze kann man natürlich je nach eigenem Schmerzempfinden variieren, je nachdem ob man mehr oder weniger möchte. Schade ist allerdings, dass nicht alle Körperregionen bzw. klassische Schmerzstellen dargestellt werden. Aber vielleicht wird dies Stück für Stück noch über Updates geändert.

Hard Facts

  • Drehbarer Arm: 4 Positionen
  • zwei verfügbare Frequenzen: 40 und 29 SPS
  • Amplitude: 16mm
  • Maximale Kraft: 27,2 kg
  • Akkulaufzeit: bis zu 75 Minuten je Akku
  • Ladezeit: ca. 75 Minuten
  • Material: Metall und Kunststoff
  • Durchmesser Achse: 12 mm
  • Gewicht: ca. 1,4 Kg

Lieferumfang

  • 2 G3Pro Batterien
  • Akkuladegerät
  • Aufbewahrungskoffer
  • Befestigungstasche
  • einen Dämpfer
  • einen großen Ball
  • einen Standardball
  • einen Keil
  • einen Daumen
  • einen Kegel

Was uns gefällt:

  • Die hochwertige Verarbeitung. Die G3PRO wirkt auch nach etlichen Einsätzen noch super verarbeitet, wir hatten keinerlei Probleme in irgendeiner Form.
  • Die unterschiedlichen Aufsätze sind wirklich für jede Situation perfekt und halten viel aus.
  • Die App gibt wirklich sinnvolle Tipps zur Behandlung akuter Probleme samt dem perfekten Aufsatz.
  • Die Akkuleistung ist auf der niedrigeren Leistungsstufen mehr aus ausreichend für mehrere, lange Behandlungen

Was uns nicht gefällt:

  • Das Gewicht der G3PRO kann auf Dauer wirklich schwer werden, selbst wenn man seinen Partner massiert. Vergleichbare Geräte sind laut offiziellen Infos deutlich leichter.
  • Das Aufladen der Akkus mit dem Ladegerät ist Millimeter-Arbeit. Setzt man sie einen Millimeter zu weit daneben, obwohl es sich richtig anfühlt, lädt der Akku überhaupt nicht.
  • Der Preis – über 600€ für die Pro-Variante ist eine Menge Geld. Auch wenn Gesundheit jeden Cent eigentlich wert ist, ist der Preis eine klare Ansage. Ob man dies wirklich ausgeben kann und will, muss jeder selbst entscheiden.

Fazit
Waren wir mit der G3Pro zufrieden? Definitiv! Sollten hat uns ein Gerät selten so überzeugt. Jeden Abend wurde die Behandlung fortgesetzt und die Ergebnisse waren wirklich sofort bemerkbar. Egal ob Schultern nach dem Fitnesstraining oder Beine nach einem harten Lauf – es gab fast keine Situation wo die Theragun nicht half.

Doch ist sie wirklich über 600€ wert? Die Frage kann und muss jeder für sich selbst beantworten. Ihre Qualitäten hat sie definitiv und mit dem Reisekoffer kann man sie zumindest auf Autoreisen auch mitnehmen. Auf der anderen Seite gibt es einen Blackroll Ball für 9€ und dieser passt in jede Tasche.
Wir sind ab sofort ein Theragun Fan, konnten aber uns noch nicht zu einem Kauf durchringen. Erhältlich ist sie ab sofort. z.B. bei Affenhand oder PhysioSuppliesDE.

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